Junge Frauen fĂŒr Stoiber

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Zum Internetauftritt von Edmund Stoiber

Liebe Frauen, Katherina Reiche, MdB, 28 Jahre, zwei Kinder

als Mitglied im Kompetenzteam Dr. Edmund Stoibers fĂŒr die Bereiche Familie, Frauen und Jugend habe ich die Schirmherrschaft ĂŒber die von Kathrin Schmidt und Sybille HĂ€llmayr gegrĂŒndete Initiative „Junge Frauen fĂŒr Stoiber“ gern ĂŒbernommen.

Mit dem immer noch nicht ĂŒberwundenen Klischee „Kinder, KĂŒche, Kirche“, mit dem wir Frauen von der CDU so gern in Verbindung gebracht werden, wollen die GrĂŒnderinnen der Initiative und die ihr in einem losen Netzwerk verbundenen fast 250 Mitstreiterinnen grĂŒndlich aufrĂ€umen.

Das betrifft sowohl die Frauen, die erfolgreich im Berufsleben stehen und noch keine Familie haben als auch diejenigen, die Familie und Beruf vereinbaren. Sie alle sind der Meinung, daß es in Deutschland, wie in den LĂ€ndern unserer europĂ€ischen Nachbarn, lĂ€ngst ĂŒblich sein muß, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen und das sogar unter vielerlei Gesichtspunkten dringend geboten ist.

Die demographische Entwicklung in Deutschland, eine verĂ€nderte Arbeitswelt und gewandelte Wertstruktur, haben das Familienleben grundlegend verĂ€ndert. Wir sind mittlerweile nicht nur eines der am schnellsten schrumpfenden LĂ€nder der Welt, auch unsere Gesellschaft altert und gehört mittlerweile zu den kinderĂ€rmsten mit gravierenden Konsequenzen fĂŒr die Sozialversicherungssysteme, dem Zusammenleben von Frauen und MĂ€nner, und ganz besonders auch fĂŒr die Kinder selbst.

Muttersein kann nur noch selten so ausschließlich und selbstverstĂ€ndlich gelebt werden, wie das fĂŒr frĂŒhere Generationen der Fall war. Es ist im Leben einer Frau nur noch eine Zeitspanne bis zum 50. Lebensjahr. Das bedeutet, daß die alleinige Investition in Ehe und Mutterschaft fĂŒr junge Frauen nur noch eine Investition fĂŒr eine bestimmte Lebenszeit sein kann und daneben Berufsleben und die Beziehung zum Partner einen langen Zeitraum beanspruchen.

Kein Wunder, daß praktisch keine junge Frau – wie die soeben erschienene 14. Shell-Jugendstudie ausweist – nur noch Hausfrau und Mutter sein und vor die Entscheidung Beruf oder Familie gestellt werden will!

25% aller Kinder wachsen bereits als Einzelkinder auf. Sie treffen nicht mehr selbstverstĂ€ndlich auf gleichaltrige Spielkameraden, mit denen sie spielen können. Vielmehr wird ihre Kindheit an bestimmten Orten organisiert, und nur selten die Tatsache berĂŒcksichtigt, daß Kinder zunehmend einsamer geworden sind. Ihnen fehlt das soziale Trainingslager, in dem Verhalten, Werte und Einstellungen eingeĂŒbt werden können. Doch nach wie vor sorgen Millionen von Eltern mit Liebe, FĂŒrsorge und nicht unbetrĂ€chtlichen finanziellen Mitteln dafĂŒr, daß ihre Kinder eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung erhalten. Allerdings wird sie der Mehrheit von ihnen – den jungen MĂ€dchen und Frauen – in dem Augenblick vorenthalten, sobald sie Familie und Beruf vereinbaren wollen.

70% der jungen Generation wĂŒnschen das. Neben der unglaublichen Verschwendung von Ressourcen wird dem weiblichen Teil die ihren FĂ€higkeiten angemessene Stellung, das ihnen zustehende existenzsichernde Einkommen und vor allem die mangelnde Anerkennung der Gesellschaft versagt, ganz besonders dann, wenn sie sich ausschließlich der Kindererziehung widmen wollen.

Was Familien heute brauchen, ist:

  • die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • die Möglichkeit der Weiterbildung wĂ€hrend der Babypause
  • die Chance des Wiedereinstieges
  • Modelle von Seiten der Arbeitgeber, damit Frauen mit Kindern ihren individuellen Lebensentwurf verwirklichen können
  • Verbesserung der Aufstiegschancen sowie
  • die Anerkennung bei Gehalt und spĂ€ter in der Rente dem den MĂ€nnern gleichgestellt werden.

Es muß endlich nach Lösungsmöglichkeiten fĂŒr Frauen in allen gelebten Familienmodellen gesucht werden, damit die Probleme der Vereinbarkeit, die uns allen unter den NĂ€geln brennen, endlich gelöst werden können.

Ihre Katherina Reiche

Gestaltung durch Beatrice Freund